Tunesien ist ein geschichtsträchtiges Land im Norden des afrikanischen Kontinents. Ein Teil des Landes besteht aus der wohl bekanntesten Wüste der Welt - der Sahara. An der Küste befindet sich eine der bekanntesten antiken Städten der Welt - Karthago und die Hauptstadt Tunis mit ihrem kulturellen Zentrum ist ebenso interessant.
Das Land an sich gehört eher zu den ärmeren Ländern dieser Welt, doch es hat seinen Gästen eine Menge zu bieten. Die Menschen sind einfach aber sehr gastfreundlich und offen. In den touristischen Zentren sieht es jedoch anders aus, als abseits der üblichen Reiserouten. In Tunesien herrscht oftmals Trockenheit, das Klima ist entsprechend heiß und für Mitteleuropäer gewöhnungsbedürftig.
Wer das Land kennenlernen möchte, sollte abseits der üblichen Reiserouten einen Abstecher unternehmen. Hier gibt es eine spannende Kultur zu entdecken und kennenzulernen. Hervorragend lässt sich dies auf einer Kamelsafari bewerkstelligen. Hoch oben auf einem dieser stolzen und doch zahmen Wüstenschiffe schaukelt man durch das Land. Es dauert etwas, bis man sich an diese Art zu reisen gewöhnt hat, doch sobald man sich auf das gleichmäßige und fast schon beruhigend wirkende Schaukeln eingestellt hat, kann man die Tour so richtig genießen. Die Tiere gewöhnen sich sehr schnell an einen und man hat das Gefühl, dass sie Freude daran haben einem Fremden ihr Land zu zeigen.
Die Ruinenstadt Karthago im Norden des Landes, an der Küste zum Mittelmeer gelegen, ist leider nur noch ein Schatten der einstigen Macht der Antike im Mittelmeerraum. Es stehen nur noch wenige Ruinen und hiervon dürfen keine Fotos gemacht werden. Unweit dieses Denkmals befindet sich der streng bewachte Palast des Präsidenten und aus Angst vor Spionage ist das Fotografieren nicht erlaubt.
Dafür hat Tunis, die Hauptstadt des Landes eine Menge für den interessierten Reisenden zu bieten. Die Medina (das Zentrum der Stadt) mit der Ez-Zitouna-Moschee ist sehr sehenswert. Leider darf man die Moschee als nicht gläubiger Moslem nicht betreten, lediglich ein Blick in den großen Hof der Moschee und auf das große Minarett ist möglich. In den vielen kleinen Geschäften der Medina findet man unzählige Andenkengeschäfte und Händler, die verschiedenste, landestypische Waren feilbieten. Handeln mit den Händlern gehört zum guten Ton und wird erwartet. Wer nicht handelt und den erstbesten Preis für eine Ware bezahlt, beleidigt nicht nur den Händler, sondern macht auch ein sehr schlechtes Geschäft. Eine Medina gibt es in der Regel in jeder Stadt, sogar eigens für die Touristen zur Unterhaltung gebaut.